Neue Kulturgeographie 15 – Materie, Materialien, Methoden

Freiburg, 25. bis 27. Januar 2018

 

Call for Papers:

Assemblage- und Affekt-Theorien, Politische Ökologie, historischer Materialismus, Praktiken und Performanzen, Bio- und Body-Politik – unterschiedliche theoretische Ansätze befassen sich mit dem Verhältnis von materieller Welt zu Kultur, Gesellschaft und Politik und prägen aktuelle Diskussionen in der Humangeographie. In der Vielfalt der Perspektiven entstehen neue Blickwinkel: auf Natur, die Bedeutung von Körpern und Körperlichkeit, die gebaute und vom Menschen geschaffene Umwelt, Technik und Technologie und vieles mehr. Die Relevanz von Materialität oder Materie verspricht, neue Brücken und Übergänge zwischen unterschiedlichen Teilbereichen der Geographie zu schlagen. Doch obgleich die grundlegende Relevanz von Materie kaum mehr zur Disposition steht, bleibt die empirische Umsetzung ein Feld für Diskussionen, Experimente und neue Herangehensweisen. Über die Vervielfältigung theoretischer Perspektiven auf Materie hinaus möchten wir daher den Fokus auf die Materialien erweitern, mit denen sich die (re-)materialisierte Humangeographie umgibt, und auf die Methoden, mit denen sie sich eine heterogene gesellschaftliche Wirklichkeit erschließt. Wir freuen uns über Beiträge, die sich diesen Themen entlang einiger der folgenden Leitfragen nähern:

  • Welche neuen Themenfelder entstehen im Kontext einer verstärkten Auseinandersetzung mit Materialität in der Humangeographie?
  • Welche gesellschaftliche und politische Relevanz hat die daraus resultierende Forschung? Wie und inwiefern adressieren sie ungleiche Lebensbedingungen und Machtverhältnisse?
  • Mit welchem Gesellschaftsbegriff arbeiten materielle/materialistische Ansätze? Wie unterscheiden sie sich in Ihrem Verständnis von Gesellschaft?
  • Welche Rolle spielen Bezüge zu Physischer Geographie und Naturwissenschaften? Welche Herausforderungen ergeben sich in der interdisziplinären Zusammenarbeit?
  • Wie lassen sich Beziehungen zwischen Materiellem und Immateriellen empirisch erfassen? Welche Forschungsstrategien, Methoden und Materialien werden verwendet? Welche praktischen Hürden ergeben sich dabei?
  • Wie adressieren Assemblage- und Affekt-Theorien erkenntnistheoretische Fragen?
  • Welche Rolle spielen Text und Sprache in einer rematerialisierten Kultur- und Gesellschaftsforschung?

Wie in den vergangenen Jahren, möchten wir die Veranstaltung über das gesetzte Rahmenthema hinaus offen halten. Wir freuen uns daher über weitere theoretische und empirische Beiträge aus dem Themenspektrum der Neuen Kulturgeographie.

Abstracts im Umfang von 300-400 Wörtern können bis zum 31. Oktober 2016 eingereicht werden. Die Rückmeldung über die Aufnahme in das Programm erfolgt bis Anfang Dezember 2017. Darüber hinaus nehmen wir auch gerne Vorschläge für Tagungsbeiträge in Form von Themensitzungen, Workshops, Diskussionsrunden, Paneldiskussionen oder weiteren Formaten in deutscher oder englischer Sprache entgegen.

Die Tagung beginnt am Donnerstag, 25. Januar 2018 um ca. 17 Uhr und endet am Samstag, 27. Januar 2018 um etwa 15 Uhr. Veranstaltungsorte sind das Kollegiengebäude I und der Herderbau der Universität Freiburg.

 

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