Stadt

Bayreuth hat 72.148 Einwohner (Dezember 2015) und ist Sitz der Regierung von Oberfranken. Die ehemals markgräfliche Residenz ist weltberühmt durch die Richard-Wagner-Festspiele, die jedes Jahr im Sommer stattfinden.

http://www.bayreuth.de/tourismus-kultur-freizeit/uebersicht/

Sehenswürdigkeiten und Museen

Markgräfliches Opernhaus: täglich 10 – 16 Uhr, Eintritt frei

Neues Schloss: täglich 10 – 16 Uhr, 5,50 €

Richard-Wagner-Musuem: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, 8 €

Franz-Liszt-Museum: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr, 2 €

Jean-Paul-Museum: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr, 2 €

Ökologisch-Botanischer Garten: täglich 10 bis 16 Uhr, Eintritt frei

Markgräfin Wilhelmine war die älteste Tochter des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. (der „Soldatenkönig“) und seiner Frau Sophie Dorothea und sollte Königin von England werden. Stattdessen wurde die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen mit Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth verheiratet. Daraufhin baute sie in Bayreuth die Eremitage aus, schuf den Felsengarten Sanspareil, das neue Schloss und anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter das markgräfliche Opernhaus. Dieses 1748 fertiggestellte Barocktheater ist UNESCO-Weltkulturerbe, wird aber gerade saniert, weswegen nur ein Sichtfenster Einblick in die Baustelle bietet.

Das markgräfliche Opernhaus war es auch, das 1871 Richard Wagner nach Bayreuth führte. Es war für das wagnerische Musiktheater allerdings nicht groß genug und zu prunkvoll, weswegen Wagner auf dem Grünen Hügel sein eigenes Festspielhaus bauen ließ. Am Hofgarten entstand sein Wohnhaus Wahnfried, das das Richard-Wagner-Museum beherbergt.

Franz Liszt, Klaviervirtuose und Komponist, war der Schwiegervater Richard Wagners. Er reiste 1886 nach Bayreuth um die unter der Leitung seiner Tochter Cosima stehenden Festspiele zu erleben. Wenige Tage nach seiner Ankunft starb er. In seinem Sterbehaus befindet sich heute das Franz-Liszt-Museum.

Der bedeutende oberfränkische Dichter Jean Paul (eigentlich Johann Paul Friedrich Richter) lebte und wirkte von 1804 bis zu seinem Tod 1825 in Bayreuth. Über die Stadt schrieb er: „Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten, so grün angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten, man sollte sich einbohren in dich, um nimmer heraus zu können“.

Darüber hinaus bietet Bayreuth vielfältige Museen, wie das Urwelt-Museum Oberfranken und das Deutsche Freimaurer-Museum. 2016 fand die Landesgartenschau auf der nach Markgräfin Wilhelmine benannten Wilhelminenaue mit dem Motto „Musik für die Augen“ in Bayreuth statt.

Auf dem Universitätscampus gibt es den Ökologisch-Botanischen Garten, der naturnah gestaltete Vegetationstypen aus aller Welt präsentiert. Er ist Zentrum für Erholung, Bildung, Forschung und Lehre.