NK II (Münster 2005)

Neue Kulturgeographie II: Sprache & Zeichen – Macht & Raum
28.-29.01.2005 in Münster
(in Kooperation mit dem AK Politische Geographie)

Ein Jahr nach der Tagung „Neue Kulturgeographie in Deutschland. Themen, Methoden, Perspektiven“ Anfang 2004 in Leipzig fand die Fortsetzung dieses Diskussionsforums am Freitag, den 28.01.2005 (ab 13 Uhr) und Samstag, den 29.01.2005 (bis ca. 15 Uhr) am Institut für Geographie der Universität Münster statt. Unter dem Leitthema „Sprache & Zeichen – Macht & Raum“ wurden neun Workshops zu verschiedenen Themenbereichen angeboten, deren Bandbreite auf die Aktualität, aber auch auf die Diversität der Konzepte und empirischen Arbeiten in diesem Spektrum hinweist:

Kurzzusammenfassungen der Workshops:

WS 1 Politik und Raum (pdf)

  • Gouvernementalität der Raumordnung (Marc Redepenning, Leipzig)
  • Die sozialräumliche Organisation durch ideologische Semantik als räumlich implementiertes Strukturmerkmal im Nationalsozialismus (Reinhold Weinmann, Heidelberg)
  • Politik mit der Erinnerung? Räume und Rituale der alliierten Landung in der Normandie (Sandra Petermann, Mainz)
  • Terror, Krieg und Badeurlaub? Strategien der internationalen Tourismusindustrie in der Arabischen Welt nach dem 11. September (Christian Steiner, Mainz)
  • The spectacle strikes back: trying to transform space through psychogeographically inspired art action (Bernd Adamek-Schyma, Leipzig)

WS 2 Macht und Region (pdf)

  • Räumliche Symbole in Nationalen Diskursen. Das Beispiel Catalunya (Jörg Mose, Münster)
  • Raum, Region & Argumentation: Beispiel „Mitteldeutschland“ (Tilo Felgenhauer, Jena)
  • „Kampf der Kommunen“ – Metaphern im Städtewettbewerb (Friederike Meyer zu Schwabedissen, Leipzig)
  • „Ich bin hier der Herr und ihr seid meine Leibeigenen“. Diskurs und Praxis des ländlichen Kollektivismus in Russland (Peter Lindner, Erlangen)
  • Galtungs „impressionistisches Szenario“ der Makrokulturen – Chancen und Grenzen einer „alternativen“ Sichtweise auf die Welt (Thomas Schmitt, Bayreuth)

WS 3 Stadt Politik Politik (pdf)

  • „Nicht alles, was farbig ist, ist deswegen schon bunt.“ Bemerkungen zur Generierung mentaler Bilder als Strategie symbolischer Macht in sächsischen Großstädten (Vera Denzer, Frankfurt am Main)
  • Botschaften mit Botschaften. Zur Produktion von Länderbildern durch Berliner Botschaftsbauten. Ein Beitrag zu einer neuen Länderkunde (Katharina Fleischmann, Berlin)
  • Diskursive Produktion städtischer Identität – das Beispiel Frankfurt am Main (Annika Mattissek, Heidelberg)
  • Zwischen Identität und Inszenierung? Überlegungen zu Darstellungen und Wahrnehmungen von Städten und Stadt-Identitäten in internationalen Kontexten (Britta Trostorff, Berlin)
  • Brand new cities and regions!/? Über das branding von Städten und Regionen (Birgit Stöber, Kopenhagen)

WS 4 Stadt Politik (pdf)

  • Stadtökonomie und Kultur: Kunst im öffentlichen Raum als Instrument der Stadterneuerung (Julia Lossau, Heidelberg)
  • The creative city: Cultural policy, public and private domain and creative solutions to urban problems in Berlin (Yvonne Rijpers & Carlos Lopez Galvis, Berlin)
  • Die Kultur des Städtetourismus (Andreas Pott, Frankfurt am Main) ⋅ Wem gehört die Stadt? – das Beispiel Potsdamer und Leipziger Platz (Orhan Güles, Bochum)
  • „Es ist der Habitus, der das Habitat macht“: Urbane Transformation im südlichen Oberbayern im Kontext des Bourdieuschen Habituskonzepts (Peter Dirksmeier, Bremen)

WS 5 Natur Kultur (pdf)

  • Zur Biographie naturbezogener Raumbilder – Das Beispiel der Fauna-Flora-Habitat- Richtlinie in Nordrhein-Westfalen (Tobias Chilla & Dietrich Soyez, Köln)
  • Transdisziplinarität – Auf den Spuren Alexander von Humboldt’s? (Benedikt Korf, Berlin)
  • Stadtlandschaften als Diskurslandschaften. Urbanisierung von Natur am Beispiel HafenCity Hamburg (Sybille Bauriedl, Hamburg)
  • “The Day After Tomorrow” – Zur öffentlichkeitswirksamen Konstruktion und Inszenierung einer Geowissenschaft im Film (Eva Reisinger & Kerstin Schenkel, Berlin)

WS 6 Kommunikation Raum (pdf)

  • Sprachpragmatische Sozialgeographie – Grundlagen, Systematik, Konseque nzen (Wolfgang Zierhofer, Basel)
  • Sprache, Raum und gesellschaftliche Praxis – alltägliche Grenzziehung im vereinten Deutschland (Antje Schlottmann, Jena)
  • Der Raum systemtheoretisch gedacht – oder: Warum der Raum kein autopoietisches System ist (Heike Egner, Mainz)
  • Zur Bedeutung von rhetorischen Stilmitteln für die Konstruktion von Räumen (F. Meyer zu Schwabedissen, M. Micheel, J. Miggelbrink, S. Tzschaschel und U. Wardenga, Projektgruppe des Leibniz-Instituts für Länderkunde, Leipzig)
  • Detemporalisierung von Zeit – Überlegungen zu einer geographischen Gesellschaftstheorie (Michael Schott, Münster)

WS 7 Denk Strukturen (pdf)

  • Talking in Action. Metaphern als Vehikel sozialer Sinnkonstruktion (Jan Helmig, Bielefeld)
  • Sozial definierte Raumbegriffe und ihre Instrumentalisierung: Zur Anwendung strukturationstheoretischer Ansätze in fremden Kulturen(Johannes Hamhaber, Köln)
  • Macht und Raum als kulturelles Phänomen (NicoleFretz & Sebastian Olloz, Basel)
  • Die Semiotik Peirce’: Schnittstelle zwischen allgemeiner Semiotik und Geographie? (Stefan Berwing, Heidelberg)

WS 8 Methodische Reflexion (pdf)

  • Reflektionen und Übersetzungen – „Feldforschung“ in der neuen Kulturgeographie und in der Praxis (Ulrich Best, Chemnitz)
  • Geographie und Visualität – ein Rück-Blick (Heike Pethe, Berlin) ⋅ „Ja ist denn dann alles Diskurs?“ Einige Überlegungen zur Diskursanalyse als Methode in
  • der Humangeographie (Georg Glasze, Paris/Mainz)
  • Zwischen den Zeilen: Diskursanalyse anhand von Printmedien am Beispiel Geopolitik nach 9/11 (Anke Strüver, Münster)

WS 9 Kritische Reflexion (pdf)

  • Eindrücke zu Entwicklungen der „Neuen ‚Kulturgeographie“ in Deutschland (Anne Vogelpohl & Stefan Ringstorff, Hamburg)
  • “We may be in the slum, but the slum is not in us!” Kritik kulturalistischer Argumentation am Beispiel der Ghetto-Forschung (Bernd Belina, Bremen)
  • Konstruktivismus in der Raumfalle – Raumsemantiken sozial- und kulturtheoretischer Beobachtung (Roland Lippuner, Jena)
  • „Was Geographen (nicht) können wollen sollen.“ (Heiner Dürr, Bochum)

Weitere Dokumente:

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