NK III (Heidelberg 2006)

Neue Kulturgeographie III
27. – 28. Januar 2006 in Heidelberg

„Neue Kulturgeographie“ hat sich in den vergangenen Jahren in der deutschsprachigen Geographie als verbindender Schlüsselbegriff für eine Vielzahl von theoretischen Ansätzen und deren empirische Umsetzungen etabliert. Als gemeinsamer Nenner kulturgeographischen Arbeitens können ein Bewusstsein für erkenntnistheoretische Fragestellungen und ein Interesse für den Zusammenhang von Raum, Macht und Repräsentation gelten.
Die damit angesprochenen Themenfelder wurden unter anderem im Rahmen zweier kulturgeographischer Tagungen am Institut für Länderkunde in Leipzig (Januar 2004) und am Geographischen Institut der Universität Münster (Januar 2005) diskutiert. Beide Veranstaltungen stießen – insbesondere auch bei NachwuchswissenschaftlerInnen – auf großes Interesse. Gleichzeitig haben sie den Diskussionsbedarf verdeutlicht, der hinsichtlich der gegenwärtigen und zukünftigen Ausrichtung kulturgeographischen Arbeitens besteht.

Im Anschluss an die Tagungen in Leipzig und Münster bildet die Heidelberger Tagung die dritte Veranstaltung einer Reihe zum Thema „Neue Kulturgeographie“. Ihr Ziel ist es, die Diskussionen und den inhaltlichen Austausch der voran- gegangenen Veranstaltungen fortzuführen. Zu diesem Zweck sind im Tagungsablauf verschiedene Arbeitsformen vorgesehen. Workshops bieten die Möglichkeit zur vertiefenden Diskussion übergreifender Fragen in Zusammenhang mit anlaufenden Arbeiten und Projektentwürfen. Panels dienen der Präsentation und Diskussion von Forschungsergebnissen.Mögliche inhaltlicheSchwerpunkte – sowohl in Bezug auf die Panels als auch in Bezug auf die Workshops – sehen wir in drei Themenbereichen. Sie sind als Vorschläge zu verstehen und können gerne durch weitere Themenschwerpunkte ergänzt werden:

  • Kulturgeographie und Gesellschaftstheorie: Wie lassen sich kulturgeographische Arbeiten gesellschafts- theoretisch rückbinden bzw. „erden“? Wie positioniert sich Wissenschaft im Hinblick auf gesellschaftliche Werte und Normen?
  • Kultur und Ökonomie: In welchem Verhältnis stehen Kultur und Ökonomie zueinander? Wie lassen sich kultur- und wirtschaftswissenschaftliche Sichtweisen miteinander verbinden?
  • Theorie und Empirie: Welche methodischen Ansätze kommen unter der Überschrift „Neue Kulturgeographie“ zur Anwendung? Wie lassen sich dekonstruktivistische und poststrukturalistische Ansätze in empirischen Arbeiten umsetzen?

Organisation: Prof. Dr. Hans Gebhardt, Dr. Tim Freytag, Dr. Julia Lossau, Dr. Heiko Schmid, Dipl.-Geogr. Annika Mattissek

Ankündigung und Call for Papers (pdf)

Tagungsprogramm (pdf)

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